Unsere Lieblingssexualtherapeutin Louise Paitel schreibt diese Woche über Kinks und Fetischismus und was dabei zu beachten ist. Sexuelle Selbstbestimmung, Sicherheit, Kommunikation und Lust anstatt Leid - das ist die Grundlage für ein besseres Verständnis und ein erfüllendes Ausleben von Kinks und Fetischismus … und ein Anhaltspunkt für Betroffene, die sich Hilfe suchen möchten.
Sogenannte „kinky“ Sexpraktiken und Fetische sind ein fester Bestandteil der existierenden menschlichen sexuellen Ausdrucksformen. Lange Zeit wurden diese besonderen Vorlieben marginalisiert oder pathologisiert. Die Fortschritte der wissenschaftlichen Forschung ermöglichen es uns heute, sie differenzierter zu betrachten und zu legitimieren. Aus diagnostischer Sicht geht es dabei nicht darum, ob bei den Praktiken moralische Normen eingehalten werden oder nicht, sondern um sexuelle Selbstbestimmung, Sicherheit und mögliches Leid (APA, 2013; First, 2014).
Definitionen
Kinks
Kink ist ein aus sexuellen Communitys stammender Oberbegriff, der verwendet wird, um sexuelle Vorlieben oder Praktiken zu bezeichnen, die im Hinblick auf die vorherrschenden Normen als atypisch angesehen werden. Es handelt sich nicht um einen medizinischen Begriff und er hat keine pathologische Konnotation (Moser & Kleinplatz, 2005). Er umfasst BDSM-Praktiken, aber auch Rollenspiele unterschiedlicher Art oder Spielarten rund um einvernehmliche Machtdynamiken.
BDSM umfasst Bondage, Disziplin, Dominanz, Unterwerfung, Sadismus und Masochismus. Dazu gehören unter anderem die Einschränkung der Bewegungsfreiheit oder der Sinne (zum Beispiel mit Handschellen oder einer Augenbinde), das Zufügen von Schmerzen (zum Beispiel mit
Nippelklemmen
oder Schlägen) sowie die Demütigung (zum Beispiel über die verbale Erniedrigung oder einen Knebel). BDSM kann mit oder ohne Geschlechtsverkehr praktiziert werden (Connolly, 2006; Ambler et al., 2017). Tatsächlich geht es bei BDSM in erster Linie um die Erotisierung von Machtspielen und asymmetrischen Beziehungen. Nichts geschieht dabei automatisch - die Szenarien werden von allen Beteiligten entsprechend ihren jeweiligen Interessen ausgewählt.
Die psychologischen und körperlichen Dominanz- und Unterwerfungspraktiken, Schmerzreize und/oder ähnliche Erfahrungen werden ganz bewusst eingesetzt und auf sichere, legale und einvernehmliche Weise praktiziert, damit alle Beteiligten dadurch sexuelle Erregung und/oder persönliches Wachstum erleben können (Wiseman, 1998). Es sei daran erinnert, dass wir erst dann die Grenze zur sexualisierten Gewalt überschreiten, sobald die Selbstbestimmung und Sicherheit einer Person nicht mehr respektiert und gewährleistet sind.
Fetischismus
Bei einem Fetischismus entsteht die sexuelle Erregung aus der übersteigerten Vorliebe für einen Gegenstand, ein Material (Leder, Latex usw.) oder einen nicht genitalen Körperteil (Scorolli et al., 2007). Diese Fokussierung kann exklusiv oder nicht exklusiv, stabil oder schwankend sein. Sie ist an sich nicht problematisch und wird nur dann zu einem klinischen Problem, wenn sie mit Leid oder einer Funktionsbeeinträchtigung einhergeht (APA, 2013).
Die Studie von Scorolli et al. (2007), die auf der Analyse von Online-Gruppen und -Foren basiert, zeigt, dass die häufigsten paraphilen Vorlieben sich auf die folgenden Bereiche konzentrieren:
- Körperteile, insbesondere Füße
- mit dem Körper assoziierte Gegenstände wie Schuhe oder Unterwäsche
Diese Vorlieben sind oft eher Teil einer sensorischen Kontinuität in Bezug auf Texturen, Formen und Gerüche als ein radikaler Bruch mit der sogenannten „klassischen” Sexualität.
Prävalenz von kinky Fantasien und Praktiken
Ein erheblicher Anteil der Erwachsenen gibt an, im Laufe ihres Lebens mindestens einmal paraphile Neigungen oder Verhaltensweisen gezeigt zu haben (Bauserman, 1997; Ahlers et al., 2011; Holvoet et al., 2017). In einer Studie aus Quebec gaben 26,3 % der Befragten an, bereits Erfahrungen mit Fetischismus gemacht zu haben (Joyal et al., 2014). In der Tschechischen Republik hatten 31,3 % der Männer und 13,6 % der Frauen mindestens eine paraphile Neigung, darunter auch Fetischismus (Bártová, 2021).
Außerdem haben 46,8 % der Belgier bereits einmal sexuelle Handlungen aus dem BDSM-Bereich erlebt, davon 12,5 % regelmäßig. Das Interesse an BDSM und Fetischismus scheint bei Männern deutlich höher zu sein als bei Frauen (Holvoet et al., 2017). All diese Daten bestätigen, dass Fetische und Kinks häufige Variationen der menschlichen Sexualität sind.
Ursachen und Auslöser von Kinks und Fetischismus
Eine weit verbreitete Überzeugung verbindet Kinks und Fetischismus mit Traumata, insbesondere sexuellen Traumata, die in der Kindheit aufgetreten sind. Eine qualitative Studie unter 260 Personen, die BDSM praktizieren, hat gezeigt, dass weniger als 19 % ein Trauma als Ursache für ihre Vorlieben angeben. So führten 72 % der Teilnehmer diese auf identitätsbezogene Faktoren (Persönlichkeit, persönliche Vorlieben, Interesse an Rollenspielen) zurück, 38 % auf das Umfeld (allgemeine Lebenserfahrungen) und 22,7 % auf biologische oder genetische Faktoren (Hughes & Hammack, 2022).
Es ist daher davon auszugehen, dass hinsichtlich der Ursachen und auslösenden Faktoren folgende in Frage kommen:
- Lern- und Konditionierungsmechanismen
- individuelle Unterschiede in den Erfahrungen mit sexueller Erregung und sexuellen Hemmungen
- soziokulturelle, beziehungsbezogene und identitätsbezogene Faktoren (Brown et al., 2020)
Kommunikation bei Kinks
BDSM-Praktiken basieren auf einer kontinuierlichen, strukturierten und expliziten Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Sie ist entscheidend für das gute Funktionieren der Beziehung und des Sexlebens. Tatsächlich erfordern BDSM-Handlungen vorherige Absprachen zu Wünschen, Grenzen, Rollenverteilung, emotionalen Erwartungen und sexueller Selbstbestimmung (Weiss, 2011; Newmahr, 2011). Diese Absprachen umfassen oft die Vereinbarung von Safewords, die Unterzeichnung von symbolischen Verträgen oder die Gestaltung des Aftercare, um die physische und psychische Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Diese bewusste Kommunikation fördert ein Klima des Vertrauens, des Verantwortungsbewusstseins füreinander und der emotionalen Intimität. Darüber hinaus beinhaltet der bewusste Umgang mit Machtverhältnissen die Anerkennung der Handlungsfähigkeit aller Beteiligten, wobei jede Person die Möglichkeit behält, ihre Zustimmung zu den vereinbarten Handlungen jederzeit zu widerrufen, was die Autonomie und das Gefühl der subjektiven Kontrolle stärkt (Weiss, 2011).
Wirken sich Kinks positiv auf das Wohlbefinden aus?
Anhänger von BDSM-Praktiken weisen nicht mehr psychische Störungen auf als der Rest der Bevölkerung und zeigen sogar höhere Indikatoren für Wohlbefinden (Wismeijer & van Assen, 2013). So hat eine experimentelle Studie gezeigt, dass einvernehmlich ablaufende BDSM-Sessions Zustände hervorrufen können, die denen eines Flows ähneln und mit einer vorübergehenden Verringerung von Stress und negativen Emotionen einhergehen (Ambler et al., 2017). Laut Csikszentmihalyi (1991) ist Flow ein veränderter Bewusstseinszustand, der bei optimalen Erfahrungen erreicht wird und oft mit extremer Konzentration, einem Gefühl des Schwebens und der Versunkenheit in der Situation verbunden ist. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass BDSM-Praktiken eine regulierende und wohltuende Rolle spielen können.
Wann spricht man von einer Störung?
Eine Paraphilie bezeichnet ein intensives und anhaltendes sexuelles Interesse an atypischen Gegenständen, Situationen, Personen oder Dynamiken. Das paraphile Interesse allein erfüllt keine Diagnosekriterien. Diagnostiziert wird eine paraphile Störung jedoch, wenn sie Folgendes zur Folge hat:
- Erheblichen Leidensdruck
- eine Beeinträchtigung der sozialen, beruflichen oder zwischenmenschlichen Funktionsfähigkeit
- und/oder eine Gefahr für andere ist, insbesondere wenn die Handlungen nicht einvernehmlich ablaufen (APA, 2013)
Diese Unterscheidung soll die Pathologisierung einvernehmlicher sexueller Handlungen zwischen Erwachsenen vermeiden und gleichzeitig einen klaren Rahmen für die Identifizierung von Gefahrensituationen und/oder Leidensdruck bieten (APA, 2013; First, 2014; Moser & Kleinplatz, 2005). In einer deutschen Studie gaben beispielsweise 62,4 % der Männer an, mindestens eine Paraphilie zu haben, aber nur 1,7 % von ihnen litten darunter erheblich (Ahlers et al., 2011). Die klinische Herausforderung besteht darin, den Stellenwert dieser paraphilen Neigungen im Leben der betroffenen Person zu bewerten und nicht ihren Inhalt an sich (First, 2014). Sobald eine Paraphilie für sich selbst und/oder andere gefährlich wird, ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu holen
. Außerdem muss beachtet werden, dass eine Paraphilie ausschließlich in Fantasien ausgelebt werden kann, ohne dass sie tatsächlich in die Realität umgesetzt wird.
Therapeutische Ansätze
Wenn eine Person aufgrund von Problemen im Zusammenhang mit ihren Kinks oder Fetischen eine therapeutische Beratung in Anspruch nimmt, basiert die Behandlung hauptsächlich auf einem psychotherapeutischen Ansatz, meist kognitiv-verhaltenstherapeutischer Ausrichtung, der auf die vorliegenden Probleme zugeschnitten ist (Hallberg et al., 2020). Die therapeutische Begleitung zielt darauf ab, einen sicheren und urteilsfreien Rahmen zu bieten, in dem die Person sich mit ihren sexuellen Neigungen, Praktiken und der Bedeutung, die sie ihnen beimisst, auseinandersetzen kann.
Es kann interessant sein, Beziehungs- und Kommunikationsmuster zu untersuchen, über die Bedingungen nachzudenken, die für einvernehmliche, sichere und respektvolle Praktiken förderlich sind, die Autonomie aller Beteiligten zu unterstützen und die Fähigkeit zur Selbstbehauptung zu stärken. Zu den therapeutischen Zielen können auch die Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation, die Stärkung der Verhandlungsfähigkeiten, die Sicherstellung der sexuellen Selbstbestimmung, die Regulierung von Emotionen im Zusammenhang mit intimen Erfahrungen sowie die Lösung intrapsychischer Konflikte im Zusammenhang mit der Einbindung von Kinks oder Fetischismus in das Privatleben, die Beziehungen und die Persönlichkeit gehören (Andrieu, Lahuerta & Luy, 2019).
Die medikamentöse Therapie ist schweren Formen paraphiler Störungen vorbehalten, insbesondere wenn eine Gefahr für andere besteht (z. B. bei nicht einvernehmlichen exhibitionistischen Handlungen), und wird ebenfalls mit einer psychotherapeutischen Betreuung kombiniert (Assumpção et al., 2014).
Empfehlenswert ist, dabei einen neutralen Kink-Aware-Ansatz zu wählen, um Stigmatisierung zu vermeiden und die therapeutische Allianz zu fördern (Sprott et al., 2017). Für die Fachkräfte ist es in der Tat von entscheidender Bedeutung, sich über die Fortschritte in der Forschung auf dem Laufenden zu halten und ihr Wissen auf dem neuesten Stand zu halten, um nicht unter dem Deckmantel medizinischer Diskurse moralische Urteile zu fällen und zu reproduzieren (Moser & Kleinplatz, 2006; Wismeijer & van Assen, 2013). Zur Verbesserung der Betreuung und Behandlung von Patienten, die BDSM praktizieren, gibt es ethische Leitlinien für Pflege- und Fachkräfte (Moser & Kleinplatz, 2006).
"Bei der Beratung geht es darum, die sexuelle Selbstbestimmung und Sicherheit bei der Ausübung der Sexpraktiken, den Stellenwert dieser Praktiken im Leben der Person sowie die Art und Weise, wie diese ausgelebt werden, zu bewerten. Sexualität ist für einen selbst und den Partner oder die Partnerin nur dann gesund und erfüllend, wenn sie bewusst gewählt, gemeinsam erlebt und ohne Leiden und Zwänge ausgelebt werden kann." - Louise PAITEL, Psychologin, Sexualwissenschaftlerin und Forscherin an der Universität Côte d’Azur in Nizza (Frankreich). -
Stigmatisierung und soziale Herausforderungen
Stigmatisierung ist nach wie vor eine der Hauptursachen für das Leiden von Menschen mit atypischen sexuellen Neigungen. Die Angst davor, beim Arzt oder bei der Therapeutin verurteilt zu werden, führt dazu, dass die Betroffenen ihre Notlage verbergen oder sogar auf eine Behandlung verzichten (Waldura et al., 2016). Minority-Stress-Modelle helfen dabei, die psychologischen Auswirkungen dieser Marginalisierung zu verstehen, die zu Angst, Scham und Isolation führen kann (Williams & Sprott, 2022).
Für Menschen, die sich über diese Praktiken informieren oder sie erlernen möchten, gibt es die Möglichkeit, an einem BDSM-Kurs teilzunehmen. Ebenso ist es völlig legitim, sich vor der Behandlung durch eine Ärztin oder einen Therapeuten zu erkundigen, ob sie sich für die Betreuung und Begleitung von Patienten, die BDSM praktizieren, als kompetent erachten.
Kinks und Fetischismus gehören zur menschlichen Sexualität dazu und machen ihre Vielfalt aus. Kinky Praktiken und BDSM erfordern offene und ehrliche Absprachen, um Wünsche, Grenzen, Rollen und sexuelle Selbstbestimmung vor, während und nach den Sessions zu klären und so zur Sicherheit, zum Vertrauen und zu einer positiven Erfahrung für alle Beteiligten beizutragen.
Die aktuelle medizinische Position basiert auf einer klaren Unterscheidung zwischen sexueller Vielfalt und klinischer Störung, wenn Not, Zwang und/oder Gefahr vorliegen. In der therapeutischen Behandlung besteht die größte Herausforderung darin, einen Raum zu schaffen, in dem diese Praktiken angesprochen werden können, Stigmatisierung abgebaut wird und die Autonomie der Betroffenen beim Aufbau einer einvernehmlichen und erfüllenden Sexualität unterstützt wird.
Dieser Artikel wurde von
Louise PAITEL
verfasst, einer Psychologin und Sexualwissenschaftlerin und Forscherin an der Universität Côte d'Azur in Nizza. Sie unterstützt LOVE AND VIBES bei der Redaktion mit ihrem wissenschaftlichen und wohlwollenden Ansatz der Sexualität.
Literaturangaben
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