Creampie: Definition, Fantasien und sichere Umsetzung

Creampie: Definition, Fantasien und sichere Umsetzung

Der Begriff Creampie ist im Internet häufig zu lesen, besonders im Zusammenhang mit pornografischen Inhalten. Dabei hat der aus Pornos bekannte Creampie wenig damit zu tun, was im echten Leben passiert. Nun stellen sich uns ganz konkrete Fragen: Ist ein Creampie riskant? Oder eklig? Und wie kann man ihn auf sichere Art und Weise selbst ausprobieren?

Wenn Sie sich dafür interessieren oder Fantasien dazu haben, finden Sie in diesem Ratgeber alles, was Sie wissen müssen. Wir klären zunächst den Begriff und anschließend die Frage, was daran so erregend ist. Zum Schluss zeigen wir Ihnen, wie Sie auf eine sichere Art und Weise selbst ausprobieren können, ob ein Creampie etwas für Sie ist.

Was ist ein Creampie?

Ein Creampie bezeichnet das Ejakulieren im Körper des Partners oder der Partnerin während des Geschlechtsverkehrs.

In den meisten Fällen wird der Begriff im Zusammenhang mit vaginalem Geschlechtsverkehr verwendet (was mit dem Risiko einer Schwangerschaft einhergeht). Er kann jedoch auch in anderen Kontexten, wie beispielsweise beim Analverkehr, verwendet werden.

Was einen Creampie ausmacht, ist also die Tatsache, dass der Geschlechtsverkehr mit der Ejakulation im Inneren des Körpers beendet wird - statt außerhalb des Körpers, zum Beispiel in der Hand, auf dem Gesicht oder in einem Taschentuch.

In Pornofilmen wird der Creampie oft sehr deutlich dargestellt - manchmal sogar übertrieben deutlich, was wiederum eine Wirkung auf unser Verständnis von Sexualität haben kann. In der Realität sind das Gefühl dabei und die Folgen davon allerdings manchmal etwas anders.

Was den Reiz eines Creampie ausmacht

Der Creampie ist in aller Munde und löst zahlreiche erotische Fantasien aus. Das liegt hauptsächlich daran, dass diese Sexpraktik auf mehreren Ebenen ihre erregende Wirkung zeigt.

Als erster Punkt ist das Loslassen zu nennen. Für manche ist Geschlechtsverkehr mit einer Ejakulation im Inneren des Körpers eine sehr triebhafte, spontane Angelegenheit. Der Akt an sich erscheint dabei intensiver, roher, manchmal sogar intimer.

An zweiter Stelle kommt das Image als sexuelles Tabu, das den Creampie umgibt. Man denkt dabei an etwas Riskantes, Verbotenes, was die sexuelle Erregung steigen lässt. Bei manchen Paaren kommt während des Liebesspiels mit dem Ziel Creampie auch eine Machtdynamik oder ein Spiel zwischen Dominanz und Unterwerfung hinzu - natürlich innerhalb eines klaren, einvernehmlichen Rahmens.

Drittens muss der Einfluss der Porno-Szene genannt werden. Viele kennen den Begriff ausschließlich aus pornografischen Inhalten und empfinden die Vorstellung sehr erregend, diese Sexpraktik zuhause selbst einmal auszuprobieren. Problematisch dabei ist, dass in Pornos nie über Verhütung und Schutz vor Krankheiten gesprochen wird.

Ist ein Creampie riskant?

Auch wenn die Umsetzung auf den ersten Blick nicht wahnsinnig kompliziert erscheint, sollten Sie nicht vergessen, dass mit einem Creampie echte Risiken verbunden sind.

Ist ein Creampie riskant?

Das größte Risiko ist sicherlich die Übertragung von Geschlechtskrankheiten. Ungeschützter Geschlechtsverkehr bedeutet immer, dass eine Ansteckung möglich ist, auch wenn die andere Person keine sichtbaren Symptome hat. Einige Infektionen bleiben tatsächlich lange Zeit unbemerkt, was zu einem falschen Gefühl der Sicherheit führen kann.

Das zweite Risiko beim vaginalen Geschlechtsverkehr ist eine Schwangerschaft. Und entgegen der manchmal noch vorherrschenden Meinungen wird das Risiko nicht geringer, indem man den Penis kurz vor der Ejakulation rauszieht. Ein einziges Mal kann ausreichen.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer unangenehmer Auswirkungen, die jedoch nicht schwerwiegend sind. Je nach Empfindlichkeit kann es zu Beschwerden oder Reizungen kommen. Manche kommen damit sehr gut zurecht, andere überhaupt nicht, und das ist völlig normal.

Wie man einen Creampie auf sichere Art ausprobieren kann

Das Wichtigste ist, darüber zu sprechen. Das klingt wie eine Selbstverständlichkeit, aber in Wirklichkeit passieren viele Creampies in einem Moment der sexuellen Erregung, ohne dass beide vorher wirklich besprochen haben, was passieren wird. Ein kurzes Gespräch vorher oder währenddessen kann den entscheidenden Unterschied machen: Bist du einverstanden? Hast du auch Lust dazu? Gehen wir ein Risiko ein oder nicht?

Außerdem muss man sich darüber austauschen, wie man sich schützt. Wenn Sie nicht in einer exklusiven Beziehung sind oder sich nicht kürzlich haben testen lassen, ist das Kondom nach wie vor die zuverlässigste Lösung, um Risiken zu minimieren. Wenn Sie in einer festen Beziehung sind, kann ein Creampie in Betracht gezogen werden, aber er muss in einem klaren Rahmen stattfinden, mit echtem Vertrauen, aktuellen Tests und zuverlässiger Verhütung, wenn eine Schwangerschaft nicht gewünscht ist.

Womit wir auch bei einem anderen zentralen Punkt wären: der Verhütung. Wenn ein Kind überhaupt nicht geplant ist, ist es besser, eine zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden, als sich auf ein „mal sehen, was passiert“ zu verlassen. Denn wenn anschließend Stress aufkommt, kann sich ein Moment der großen sexuellen Erregung schnell in große Angst verwandeln.

Viele Paare beruhigt es, vorher darüber gesprochen zu haben. Hier geht es nicht darum, sich möglichst dramatische Szenarien vorzustellen, sondern sich klarzumachen, was zu tun ist, wenn die Angst vor einer Schwangerschaft aufkommt oder wenn ein Verhütungsmittel versagt hat. Vorausschauendes Handeln ist besser als in Panik zu verfallen.

Welche Alternativen gibt es, wenn die Risiken zu groß sind?

Manchmal ist es eher die Fantasie als die Handlung selbst, die die meiste Erregung auslöst.

Ist das bei Ihnen der Fall? Dann haben Sie mehrere Möglichkeiten, mit der Creampie-Fantasie zu spielen: Manche mögen die Simulation eines Creampie-Effekts mit Gleitmittel. Andere stehen drauf, mit intensivem Sex und in einer besonderen Atmosphäre zum Höhepunkt zu kommen, ohne dass die Ejakulation unbedingt im Inneren des Körpers stattfinden muss.

Wenn Sie allerdings nicht auf ein starkes Finale verzichten möchten, können Sie auch mit einem Sexspielzeug, einem Penisring oder einem bestimmten Szenario experimentieren, ohne sich unbedingt auf riskante Sexpraktiken einlassen zu müssen.

Tipp des LOVE Teams:

Für alle Single-Frauen, die das Empfinden bei einem Creampie mögen (oder Fantasien dazu haben), gibt es eine ganz einfache Alternative, bei der Sie immer die Kontrolle behalten: die Nutzung eines Spritzdildos. Wird er mit einem hochwertigen Gleitmittel befüllt, vermittelt er Ihnen das gleiche Empfinden - ohne Partner, ohne Risiken und ganz diskret. Eine spielerische Möglichkeit, die eigenen Vorlieben und Fantasien auszuleben, den eigenen Körper neu zu entdecken - im gewünschten Rhythmus und in der gewünschten Intensität.

Der Creampie ist eine weit verbreitete Fantasie, die durch Pornos beeinflusst wird, aber auch in einem einvernehmlichen Rahmen real erlebt werden kann. Entscheidend ist, sich nicht dazu überreden zu lassen, “weil man es eben so macht”, sondern sich bewusst dafür zu entscheiden. Denn mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation, einer gründlichen Auseinandersetzung mit den Risiken und ein wenig Vorausplanung kann ein Creampie sehr aufregend sein.