Sexuelle Fantasien: Was sie (wirklich) über uns aussagen

Veröffentlicht am 15. Januar 2026 und aktualisiert am 16. Januar 2026 von Louise Paitel
Sexuelle Fantasien: Was sie (wirklich) über uns aussagen

Sexuelle Fantasien spielen im Intimleben der meisten Erwachsenen eine Rolle, sind jedoch oft mit Tabus und Vorurteilen behaftet. Unsere Lieblingssexualtherapeuthin Louise Paitel wirft einen differenzierten und aufschlussreichen Blick darauf, was diese Fantasien über unsere Vorlieben, unsere Identität und unser Verhältnis zur Lust aussagen – oder auch nicht.

Sexuelle Fantasien sind ein fester Bestandteil der menschlichen psychosexuellen Entwicklung. Dabei kann es sich um flüchtige Bilder handeln, die im Laufe des Tages immer mal wieder auftauchen, oder um immer wiederkehrende Szenarien, die bei jeder sexuellen Handlung eine Rolle spielen. Sie beeinflussen die Entstehung von sexueller Erregung und sexueller Muster, die Identitätsbildung und die emotionale Regulierung. Trotz ihrer Alltäglichkeit sind sie nach wie vor von Tabus und Mythen umgeben (was sich zum Beispiel in Aussagen zeigt wie „Fantasien spiegeln Wünsche wider, die man selber gerne verwirklichen würde” oder „man sollte nur über seine*n Partner*in fantasieren”).

Was sind sexuelle Fantasien?

In der wissenschaftlichen Literatur wird eine sexuelle Fantasie als eine mentale Aktivität definiert, die Bilder, Szenarien oder Gedanken umfasst, die bei einer Person sexuelle Erregung hervorrufen und/oder aufrechterhalten können. Dabei kann es sich um kurze Bilder oder ausgearbeitete Szenarien handeln, die bewusst abgerufen werden oder spontan auftreten, zum Beispiel während der Selbstbefriedigung, beim Geschlechtsverkehr oder außerhalb jeglicher sexueller Aktivität. Bewusste Fantasien unterscheiden sich von erotischen Träumen, die während des Schlafs auftreten, auch wenn beide auf psychischer Ebene miteinander interagieren können (Leitenberg & Henning, 1995; Kahr, 2008; Stefańska et al., 2022).

Fantasien können angenehm, unangenehm, mit unseren Werten vereinbar oder von Ambivalenz geprägt sein ... Man kann zwischen „normophilen” Fantasien (die sich auf einvernehmliche sexuelle Handlungen und sozial akzeptierte Szenarien konzentrieren) und „paraphilen” Fantasien (die um atypische Personen, Objekte, Situationen oder Ziele kreisen) unterscheiden. Grundsätzlich handelt es sich hier nicht um eine Unterscheidung zwischen normal und pathologisch (Leitenberg & Henning, 1995; Joyal & Carpentier, 2017). Tatsächlich bleibt eine Fantasie per Definition ein imaginäres Konzept: Sie impliziert weder die Absicht, sie in die Tat umzusetzen, noch eine moralische Bedeutung für die Person, die sie erlebt (Leitenberg & Henning, 1995).

Fantasien stammen in der Regel aus der sexuellen Vorgeschichte. Tatsächlich wird Konditionierung (d. h. die Assoziation von Erregung mit bestimmten Reizen, denen man in der Kindheit oder Jugend ausgesetzt war) oft herangezogen, um das Auftreten von Fantasien zu erklären, die sich auf ein bestimmtes Objekt (Fetischismus) oder eine bestimmte Situation (z. B. Dominanz) konzentrieren.

So können frühe Erfahrungen mit sich selbst oder mit anderen, ob traumatisch oder nicht, dauerhafte Assoziationen zwischen bestimmten Reizen und einer Erregung schaffen (Gewirtz-Meydan et al., 2023; Leitenberg & Henning, 1995). Im Erwachsenenalter stabilisieren sich Fantasien tendenziell, bleiben jedoch je nach Beziehungserfahrungen, sexuellen Lernerfahrungen und kulturellen Kontexten veränderbar (Harris et al., 2020).

Prävalenz

Fast alle Erwachsenen geben an, mindestens einmal in ihrem Leben eine sexuelle Fantasie gehabt zu haben, sei es in Form von erotischen Tagträumen oder von Szenarien, die zum Herbeiführen von sexueller Erregung und/oder einem Orgasmus dienen. In seinem Buch „Sex im Kopf: Alles über unsere geheimsten Fantasien” (2008) berichtet Brett Kahr, dass etwa 96 % der Männer und 90 % der Frauen angeben, Fantasien zu haben. Die Häufigkeit und Vielfalt der Inhalte variieren stark je nach Geschlecht, Alter, persönlicher sexueller Vorgeschichte, Kultur usw. (Leitenberg & Henning, 1995; Joyal & Carpentier, 2017; Brown et al., 2020).

In einer Umfrage unter 1.516 Erwachsenen zeigten Joyal et al. (2015), dass Fantasien, egal ob gewöhnlich oder atypisch, weit verbreitet sind. Dies deutet darauf hin, dass es seltener vorkommt, keine Fantasien zu haben, und dass die Abgrenzung von „gewöhnlichen” und „ungewöhnlichen” Szenarien hinterfragt werden muss.

Arten von Fantasien

Bei verschiedenen Versuchen einer Klassifizierung konnten wiederkehrende Kategorien von Fantasien festgestellt werden: Romantik/Intimität (Zärtlichkeit, emotionale Bindung), Neuheit/Abenteuer, Dominanz/Unterwerfung (einschließlich BDSM), Fetisch (auf ein Objekt oder einen Körperteil ausgerichtet) und Tabu (Inzest, Minderjährige, Untreue usw.). Die Häufigkeit, in der diese Themenbereiche auftreten, ist sehr unterschiedlich: Romantische Fantasien gehören zu den häufigsten, während Fantasien mit Minderjährigen in Umfragen selten genannt werden (Leitenberg & Henning, 1995; Ciardha et al., 2021).

Tatsächlich beziehen sich die am häufigsten genannten Fantasien auf Geschlechtsverkehr mit einer bekannten Person, auf eine Beziehung mit einer neuen Person, Oralsex, Geschlechtsverkehr an ungewöhnlichen oder romantischen Orten und, bei einem erheblichen Anteil der Menschen, auf Szenarien rund um Dominanz oder Unterwerfung (Leitenberg & Henning, 1995; Joyal et al., 2015).

So geben 28,9 % der Frauen und 30,7 % der Männer an, dass sie davon träumen, zum Sex gezwungen zu werden. Ebenso fantasieren 46,7 % der Frauen und 59,6 % der Männer davon, jemanden sexuell zu dominieren. Darüber hinaus korrelieren Fantasien von Unterwerfung und Dominanz positiv miteinander, d. h. sie stehen nicht im Widerspruch zueinander, sondern werden häufig von denselben Personen genannt (Joyal et al., 2015). Sie sind oft Teil einer symbolischen, erotischen oder emotionalen Logik, in der Macht, Kontrollverlust oder Grenzüberschreitung in einem sicheren imaginären Rahmen eine erregende Rolle spielen (Zurbriggen & Yost, 2004).

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Im Allgemeinen werden von Männern häufiger Fantasien genannt, die sich auf den Geschlechtsakt selbst, die Vielfalt der Partner und den visuellen Kontext beziehen, während Frauen Szenarien beschreiben, die eine Beziehungsebene bzw. eine emotionale oder romantische Dimension beinhalten (Leitenberg & Henning, 1995).

Warum wir Fantasien haben

Fantasien erfüllen mehrere Funktionen. Auf sexueller Ebene erleichtern sie die Entstehung von sexueller Erregung und den Orgasmus, sei es allein oder mit einer anderen Person. Das geschieht, indem sie stimulierende Elemente einbringen, wenn die reale Situation nicht ausreicht oder bestimmte Inszenierungen nicht zulässt (Leitenberg & Henning, 1995). Sie können auch als „imaginäre Versuchswerkstatt” dienen, um völlig risikofrei Szenarien auszutesten und Rollenspiele, Beziehungsdynamiken oder ambivalente Aspekte des Selbst auszuleben (Joyal et al., 2015).

Beispielsweise können Dominanz- und Unterwerfungsfantasien psychologische Funktionen erfüllen, wie z. B. die Verringerung der Entscheidungslast, die Steigerung der sexuellen Erregung durch eine stressbedingte physiologische Aktivierung oder die völlig risikofreie Einnahme sozial verbotener Rollen (Bivona et al., 2012). Personen mit solchen Fantasien weisen im Durchschnitt eine gute psychologische Anpassungsfähigkeit und ein ausgeprägtes Bewusstsein für ein einvernehmliches Vorgehen, das Setzen von Grenzen und Sicherheit auf (Wismeijer & van Assen, 2013).

Auf psychologischer Ebene können Fantasien somit zur Regulierung von Emotionen und zum Stressmanagement beitragen, indem sie jederzeit einen Raum der Kontrolle und der Lust bieten. Sie können außerdem zum Aufbau einer sexuellen und geschlechtlichen Identität beitragen, indem sie es ermöglichen, bestimmte Reize oder Stellungen zu erkunden, die im echten Leben (noch) nicht umgesetzt werden (Leitenberg & Henning, 1995; Joyal et al., 2015).

Über die eigenen Fantasien sprechen

Trotz ihrer hohen Häufigkeit sind Fantasien oft mit Tabus und Scham behaftet, insbesondere wenn sie Szenarien beinhalten, die als grenzüberschreitend empfunden werden. Die Angst, vom Partner oder von medizinischem Fachpersonal verurteilt oder missverstanden zu werden, kann zu Geheimhaltung, Isolation und erheblichem psychischem Leid führen (Leitenberg & Henning, 1995). Manche Menschen interpretieren ihre Fantasien als Beweis für „Perversität” oder „Gefährlichkeit”, auch wenn diese Fantasien nie in die Tat umgesetzt werden.

Über die eigenen Fantasien sprechen

Diese Stigmatisierung kann auch die sexuelle Funktionsfähigkeit beeinträchtigen: Scham und Angst können die Erregung behindern oder die Kommunikation über Vorlieben verhindern und so das Unbehagen verstärken (Leitenberg & Henning, 1995). Die klinische Herausforderung besteht dann darin, der Person zu helfen, ihre Fantasien in einen größeren Zusammenhang zu stellen, der auf der normalen Vielfalt der menschlichen Sexualität und der Unterscheidung zwischen Fantasie und tatsächlichem Verhalten basiert, ohne dass sie sich selbst oder andere gefährdet (Stefańska et al., 2022).

Fantasien sind also sehr persönliche Gedanken, die man anderen mitteilen kann, wenn man das Bedürfnis dazu hat (zum Beispiel, um sich ärztlich oder therapeutisch behandeln zu lassen, sich weniger allein zu fühlen oder um sie mit dem oder der Partner*in zu teilen), aber auch für sich behalten kann. Denn wie Winnicott sagte, gibt es in jedem von uns einen besonderen Raum für die Vorstellungskraft, der intim bleiben und niemals offenbart werden kann (Kahr, 2008).

"Fantasien sind eine der gewöhnlichsten Ausdrucksformen der menschlichen Sexualität und keineswegs ein Zeichen von Exzess oder Gefahr. Es geht darum, sie zu verstehen, sich mit ihnen anzufreunden und sie zu nutzen, um sexuelle Erregung und Lust zu empfinden. Sie sind ein Zeichen von Entdeckerlust und Freiheit. Wenn sie jedoch Leiden hervorrufen, kann es hilfreich sein, in einem therapeutischen Rahmen darüber zu sprechen." - Louise PAITEL, Psychologin, Sexualwissenschaftlerin und Forscherin an der Universität Côte d’Azur in Nizza (Frankreich). -

Die Umsetzung von sexuellen Fantasien

Eine Frage, die sowohl in der Klinik als auch in der öffentlichen Debatte häufig gestellt wird, betrifft den Zusammenhang zwischen Fantasien und einer möglichen Umsetzung in die Tat. Zwar kann zwischen bestimmten Arten von Fantasien und bestimmten sexuellen Verhaltensweisen ein Zusammenhang bestehen, doch ist dieser keineswegs systematisch: Viele Menschen möchten ihre Fantasien niemals ausleben oder nur in symbolisierter und einvernehmlicher Form (Imhoff et al., 2011; Seto, 2019).

In der klinischen Praxis basiert die Bewertung des Risikos für eine Umsetzung bestimmter Fantasien weniger auf dem Inhalt der Fantasie allein als vielmehr auf der gesamten psychischen Funktionsweise. Das beinhaltet unter anderem Psychopathologien, Impulsivität, Empathie, persönliche Werte, die Fähigkeit, zwischen Fantasie und Realität zu unterscheiden, sowie die Einhaltung persönlicher Grenzen und des Gesetzes (Ciardha et al., 2021; Joyal & Carpentier, 2017; Seto, 2019; Stefańska et al., 2022).

Das bloße Vorhandensein einer Fantasie, selbst wenn es sich um eine transgressive Fantasie handelt, ist also weder ein Beweis dafür, dass sie eines Tages ausgelebt wird, noch dass Gefahr im Verzug ist. Eine Fantasie ist nur dann problematisch, wenn sie erhebliches Leid auslöst, die allgemeine Funktionsfähigkeit beeinträchtigt oder mit einer Reihe von nicht einvernehmlichen oder gefährlichen Verhaltensweisen einhergeht (APA, DSM-5, 2013).

Wann man sich Hilfe holen sollte

Es kann hilfreich sein, sich gemeinsam mit einem Profi mit der Funktion der Fantasie (Lust, emotionale Regulierung oder Kompensation, kontrollierte Verarbeitung eines traumatischen Erlebnisses ...) und ihren Auswirkungen zu beschäftigen. Wird die Fantasie als hilfreich, bereichernd, neutral, als Quelle von Angst oder Schuld empfunden? Steht sie im Einklang mit unseren persönlichen Werten? Oder verursacht sie intrapsychische oder Beziehungskonflikte? Das Ziel ist es, der Person zu helfen, ihre Fantasien in eine befriedigende und sichere Sexualität zu integrieren, gegebenenfalls durch die Arbeit an der Kommunikation in der Partnerschaft.

Wer außerdem das Gefühl hat, die eigenen Fantasien und/oder Handlungen nicht mehr kontrollieren zu können, sollte sich Hilfe holen.

Eine fachliche Einschätzung der Risiken und eine psychotherapeutische Behandlung sind geboten, wenn:

  • die Fantasie unabhängig vom Inhalt als Zwang und Pflicht wahrgenommen wird
  • die Fantasie ein ausgeprägtes subjektives Leid verursacht (Schuldgefühle, Scham, Angst usw.)
  • die Fantasie das Beziehungs- oder Berufsleben beeinträchtigt
  • die Gefahr besteht, dass Handlungen vorgenommen werden, die anderen schaden könnten (Joyal et al., 2015; Stefańska et al., 2022).

Der empfohlene therapeutische Ansatz ist nicht stigmatisierend und konzentriert sich auf Risikominderung, Stress- und Impulskontrolle, die Arbeit an Schuldgefühlen, einvernehmlichem Vorgehen, Selbstwertgefühl und dysfunktionalen Kognitionen (Laws & O’Donohue, 2008). Dieser Ansatz ermöglicht es, Prävention, Respekt vor der Person und den Schutz Dritter in Einklang zu bringen.

Fazit

Sexuelle Fantasien sind universell, multifunktional und heterogen. Sie bieten auf der mentalen Ebene einen ganz besonderen Raum, in dem Wünsche, Emotionen und bestimmte Vorstellungen frei, ohne Zwang und ohne reale Konsequenzen ausgelebt werden können. So tragen sie zur sexuellen Kreativität, zur Selbsterkenntnis und zur Entwicklung einer individuellen Sexualität bei. Egal ob sie mit anderen geteilt oder für sich behalten werden - Fantasien sind nicht dazu da, um von anderen beurteilt zu werden. Sie sind in erster Linie ein normales Produkt der menschlichen Sexualität. In der Klinik sollte das Augenmerk weniger auf der Art der Fantasie liegen als vielmehr auf ihrer Funktion, ihrer Wirkung und der allgemeinen Funktionsweise der Person, und zwar in einer informationsbasierten, offenen und wertfreien Herangehensweise.

Dieser Artikel wurde von Louise PAITEL verfasst, einer Psychologin und Sexualwissenschaftlerin und Forscherin an der Universität Côte d'Azur in Nizza. Sie unterstützt LOVE AND VIBES bei der Redaktion mit ihrem wissenschaftlichen und wohlwollenden Ansatz der Sexualität.

Literaturangaben

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  • Zurbriggen, E. L., & Yost, M. R. (2004). Power, desire, and pleasure in sexual fantasies. Journal of Sex Research, 41(3), 288–300.