Wie es nach einem Seitensprung weitergehen kann: Untreue verstehen und die Beziehung neu aufbauen

Veröffentlicht am 2. Februar 2024 und aktualisiert am 27. März 2026 von Louise Paitel
Wie es nach einem Seitensprung weitergehen kann: Untreue verstehen und die Beziehung neu aufbauen

Kann sich ein Paar wirklich von einem Seitensprung erholen und trotzdem zusammenbleiben? Hinter dieser heiklen Frage verbirgt sich eine viel nuanciertere Wahrheit, als man sich vorstellen kann. Unsere Lieblingspsychologin und Sexualtherapeutin Louise Paitel bietet Ihnen mit diesem Artikel eine ebenso feinsinnige wie verständliche und zutiefst menschliche Perspektive. Vielleicht gelingt es Ihnen so, besser zu verstehen, was auf dem Spiel steht – und neue Wege für die Zukunft zu erwägen.

Untreue gehört zu den erschütterndsten Erfahrungen im Leben eines Paares. Sie lässt sich nicht auf den Akt selbst reduzieren, sondern stellt einen echten Bruch des stillschweigend vereinbarten Beziehungsvertrags dar und untergräbt damit wesentliche Aspekte wie Vertrauen, emotionale Sicherheit und Identität. Für viele gleicht der Seitensprung einem regelrechten individuellen und partnerschaftlichen Trauma. Doch auch wenn Untreue häufig mit einer Trennung einhergeht, bedeutet sie nicht zwangsläufig das Ende der Beziehung. Klinische und wissenschaftliche Daten zeigen, dass es einer Reihe von Paaren gelingt, diese Krise zu überwinden und manchmal sogar eine bewusstere Bindung als zuvor aufzubauen.

Untreue: eine Definition

Untreue lässt sich als Verstoß gegen die Exklusivitätsvereinbarungen innerhalb einer Partnerschaft definieren, seien diese nun explizit oder implizit (Haseli et al., 2019), sexueller, emotionaler, realer oder virtueller Natur (soziale Netzwerke, Sexting …). Diese Definition bleibt jedoch oft theoretisch, da diese Vereinbarungen in der Realität je nach Paar mehr oder weniger ausgehandelt werden. In der klinischen Praxis ist es oft hilfreich, dieses Thema anzusprechen und die Paare zu fragen: „Wo ziehen Sie die Grenze zwischen Treue und Untreue?“

Tatsächlich variiert die Wahrnehmung von Untreue stark von Person zu Person. Für manche Menschen stellt der Geschlechtsverkehr die Grenzüberschreitung von Untreue dar. Für andere sind es die emotionale Bindung, die psychische Nähe oder der virtuelle Austausch, die als Verrat empfunden werden. Diese Subjektivität erklärt zum Teil die Heftigkeit der Erfahrung. Es ist nicht nur die Handlung selbst, die einen Bruch darstellt, sondern die Diskrepanz zwischen dem, was erwartet wurde, und dem, was tatsächlich geschehen ist.

Prävalenz

Die Prävalenz von Untreue variiert je nach Studie erheblich. So gaben etwa 23 % der Männer und 19 % der Frauen an, in ihrer aktuellen Beziehung untreu gewesen zu sein (Mark, Janssen & Milhausen, 2011). Eine andere Studie berichtet von einer jährlichen Prävalenz von 3 % und einer lebenslangen Prävalenz von 16 % (Labrecque & Whisman, 2017). Zudem kam es in 25 % der amerikanischen Ehen während der COVID-Pandemie im Kontext von Beziehungsstress zu Untreue (Coop Gordon & Mitchell, 2020).

In Großbritannien ist Untreue einer der am häufigsten genannten Gründe für eine Trennung, der von 18 % der Männer und 24 % der Frauen genannt wird (Gravningen et al., 2017). Es ist wichtig anzumerken, dass diese Zahlen aufgrund der Sensibilität des Themas und der damit verbundenen sozialen Stigmatisierung wahrscheinlich zu niedrig angesetzt sind.

Wie es zu Untreue kommt

Untreue ist oft das Ergebnis einer Kombination verschiedener Faktoren. Auf individueller Ebene können der Wunsch nach Abwechslung, emotionale Verletzlichkeit oder bestimmte Persönlichkeitsmerkmale eine Rolle spielen (Mark et al., 2011). Auf der Beziehungsebene kann sie vor dem Hintergrund von sexueller Unzufriedenheit, nachlassendem Verlangen oder dem Gefühl entstehen, vom Gegenüber nicht mehr wahrgenommen zu werden. Manche Menschen beschreiben dies als das Bedürfnis, sich wieder begehrt, sichtbar und lebendig zu fühlen.

Wie es zu Untreue kommt

Schließlich spielt auch der soziokulturelle Kontext eine wichtige Rolle. Die Erwartungen an die Partnerschaft waren noch nie so hoch wie heute. Wie Esther Perel (2017) feststellt, erwarten wir heute, dass uns Partner oder Partnerin gleichzeitig Stabilität und Intensität, Sicherheit und Leidenschaft, Abenteuer und Geborgenheit, Vertrautheit und Neuheit, Beständigkeit und Überraschung bietet … Doch man kann nicht alles von ein und derselben Person, von ein und derselben Beziehung erwarten und erhalten.

Diese für moderne Paarbeziehungen typische Spannung kann es schwierig machen, das Gleichgewicht in einer Beziehung langfristig aufrechtzuerhalten. Laut Esther Perel trennen wir uns nicht mehr, weil wir unglücklich sind, sondern weil wir noch glücklicher sein könnten. Und dieser hedonistische Teufelskreis hält uns in einer chronischen Frustration gefangen. Daher müssten wir zunächst den Mythos der idealen Beziehung überdenken, um langfristig eine größere Zufriedenheit in der Partnerschaft zu erlangen.

"Die Psychologin und Paartherapeutin Esther Perel weiß: „Wir suchen weniger eine.n andere.n Partner.in als vielmehr eine andere Version von uns selbst.“ Sie stellt somit fest, dass Untreue in vielen Fällen nicht unbedingt eine Ablehnung der Partnerschaft oder des Partners bzw. der Partnerin bedeutet, sondern vielmehr ein Versuch ist, wieder mit Teilen von sich selbst in Kontakt zu treten, die man verdrängt hat (das Bedürfnis, begehrt zu werden, das Bedürfnis nach Neuem, nach Lebendigkeit …). Aus dieser Perspektive können bestimmte Affären als “eine Erfahrung der persönlichen Weiterentwicklung, die persönliches Wachstum, Experimentierfreude und Transformation beinhaltet“ erlebt werden. Und dieser Wunsch nach Erneuerung kann auch in der Partnerschaft umgesetzt werden." - Louise PAITEL, Psychologin, Sexualwissenschaftlerin und Forscherin an der Universität Côte d’Azur in Nizza (Frankreich). -

Die Erfahrung des Verrats: ein psychischer Schock

Für die betroffene Person bedeutet Untreue, dass die Fixpunkte im Leben verloren gehen. Sie stellt nicht nur die gegenwärtige Vertrauensbasis in Frage, sondern auch, wie die gemeinsame Beziehungsgeschichte und die Zukunftspläne wahrgenommen werden. Was vorher stabil und sicher schien, wird unsicher, und die gesamte Sicht auf die Zukunft und Beziehungen im Allgemeinen wird erschüttert. Untreue verändert die Wahrnehmung von Paarbeziehung und Familie und zwingt dazu, die persönlichen Absichten aller Beteiligten neu zu interpretieren, was das Gefühl der individuellen und gruppenbezogenen Identität erschüttert.

Zu den psychischen Symptomen gehören Grübeln, eine erhöhte Wachsamkeit (Hypervigilanz), Schlaf- und Essstörungen, intensive emotionale Reaktionen … und können denen ähneln, die bei posttraumatischem Stress beobachtet werden (Coop Gordon & Mitchell, 2020).

Untreue verarbeiten: ein Prozess in mehreren Phasen

Die Wiederherstellung der Beziehung nach einem Seitensprung verläuft nicht geradlinig, doch lassen sich in der klinischen Praxis regelmäßig mehrere Phasen beobachten.

1. Schock und Chaos

Das Entdecken der Untreue löst eine akute Krise aus. Die Gefühle, die aufkommen, sind intensiv, oft widersprüchlich und können rasch zwischen Wut, Verzweiflung und Unverständnis wechseln. Diese Phase entspricht einem regelrechten psychischen Schock. Die verletzte Person versucht immer wieder zu verstehen, warum es zur Untreue gekommen ist und welche Bedürfnisse womöglich nicht befriedigt wurden, manchmal indem sie detaillierte Fragen zur Affäre stellt. Auch wenn dies für das Paar belastend ist, ist diese Phase notwendig, um das, was geschehen ist, zu verstehen und den Sinn der Beziehung wiederherzustellen, sofern sie aufrechterhalten werden soll.

Eine aktuelle Studie über betroffene Paare hat neun Hauptthemen im Entscheidungsprozess für ein Zusammenbleiben oder eine Trennung ermittelt: die Einstellung zur Untreue, den Austausch mit anderen, die Gründe für das Zusammenbleiben, die ausgesprochenen Entschuldigungen, die soziale Unterstützung, die Erwartungen in Bezug auf Sexualität, der Wiederaufbau von Vertrauen und die Teilnahme an einer Therapie (Mitchell et al., 2026).

2. Trauerarbeit

Mit der Zeit beginnt die Phase der Trauerarbeit. Dabei geht es nicht nur um die Untreue, sondern auch um die idealisierte Paarbeziehung. Manchmal wird die gesamte Paargeschichte in Frage gestellt. In dieser Phase geht es auch darum, bestimmte Überzeugungen aufzugeben, insbesondere die Vorstellung von einer Liebe, die vollkommen beschützend ist, und die Vorstellung von einer vollkommenen Verschmelzung als Paar, ohne Reibungspunkte oder andere Wünsche.

Dieser Prozess kann viele Monate, manchmal sogar Jahre dauern. Es ist wichtig, dass sich alle Beteiligten frei über ihre Gefühle äußern können, gehört und verstanden werden, ohne dass die Untreue zu einem Tabuthema wird. Erst wenn das Leid voll und ganz anerkannt wird, kann die verletzte Person beginnen, die Erklärungen des anderen anzuhören, ohne sie als Rechtfertigungen wahrzunehmen.

3. Übernahme der Verantwortung und Eingeständnis

Die Haltung der Person, die das Leid verursacht hat, ist oft entscheidend, um eine Wende einzuleiten. Eine Wiederherstellung der Beziehung wird möglich, wenn diese Person ihre Handlungen und das verursachte Leid uneingeschränkt anerkennt. Der Übergang von Scham und Schuldgefühlen zu aufrichtiger Entschuldigung und Empathie ist wesentlich. Er markiert eine Verlagerung des Blickwinkels: Der Fokus liegt nicht mehr auf sich selbst und den eigenen Beweggründen, sondern auf der Beziehung und den Auswirkungen der eigenen Handlungen auf andere.

4. Vergebung

Vergebung kann nicht erzwungen oder überstürzt angenommen werden. Sie entsteht, wenn sich die verletzte Person gehört und in ihrem Leid verstanden fühlt und sich in der Beziehung wieder geborgen fühlt. Vergebung kann als Geste gegenüber dem anderen betrachtet werden, aber auch als eine Möglichkeit, sich von der emotionalen Last des Verrats zu befreien. Meistens ist sie ein Schlüsselfaktor für den Wiederaufbau der Beziehung (Greenberg et al., 2010). Es sei angemerkt, dass Vergebung nicht zwangsläufig mit der Akzeptanz oder Legitimierung des Seitensprungs einhergeht.

5. Wiederaufbau von Vertrauen

Vertrauen lässt sich nicht einfach verordnen. Es muss Schritt für Schritt wieder aufgebaut werden – durch wiederholte Gesten der Zuwendung, Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Die Person, die die andere Person verletzt hat, kann der verletzten Person wieder Sicherheit geben und ihr Engagement und ihre Liebe unter Beweis stellen. Allerdings ist ein Gleichgewicht erforderlich. Übermäßige Transparenz oder das Bedürfnis nach ständiger Kontrolle können die Beziehung paradoxerweise schwächen. Für eine bewusste und lebendige Liebesbeziehung braucht es Raum für Autonomie und dafür wiederum viel Kommunikation und Geduld von allen Beteiligten.

6. Neudefinition der Paarbeziehung

In der Beratung fragt Esther Perel die Paare: „Eure erste Beziehung ist vorbei. Möchtet ihr gemeinsam eine zweite aufbauen?“ Denn abgesehen von der Entscheidung, zusammen zu bleiben, stellt sich die Frage: In welcher Form möchte das Paar weitermachen? Denn es geht nicht darum, zur früheren Beziehung zurückzukehren, die zur Untreue geführt hat, sondern eine neue Verbindung aufzubauen, die die Bedürfnisse und Grenzen jedes Einzelnen stärker berücksichtigt.

So wurden in einer qualitativen Studie mit 9 Paaren, die einen Seitensprung überwunden haben, Gemeinsamkeiten zwischen den verletzten und den untreuen Partnern im Wiederaufbauprozess festgestellt: eine häufige und gute Kommunikation, die Stärkung von Sicherheit und Vertrauen sowie die Bedeutung der Vergebung (Mitchell et al., 2022).

Die Sichtweise von Esther Perel: von der Krise zur Transformation

Ohne den Schmerz des Verrats kleinzureden, schlägt Esther Perel vor, Untreue sowohl als Bruch als auch als Chance zur Veränderung zu betrachten. In manchen Fällen kann die durch Untreue ausgelöste Krise zu einer Verbesserung der Beziehungsdynamik führen. Dies lässt sich durch die tiefgreifende Selbstreflexion erklären, die die Krise mit sich bringt, sowie durch eine authentischere Kommunikation (oft haben die Paare seit Jahren nicht mehr so offen miteinander gesprochen) und ein besseres Verständnis für die gegenseitigen Bedürfnisse.

Laut Esther Perel weist Untreue oft drei Dimensionen auf: das Geheimnis, die Intensität und die emotionale Verstrickung. Diese Elemente tragen zwar zum Verrat bei, können aber auch als Anhaltspunkte dienen, um zu verstehen, was in der ursprünglichen Beziehung gefehlt hat. So regt sie die Paare dazu an, oft vermiedene Themen anzusprechen: Verlangen, Langeweile, Frust, gemeinsame Qualitätszeit, Intimität, implizite Erwartungen …

Esther Perel

Ebenso weigert sie sich, die verletzte Person systematisch als passives Opfer zu betrachten. Tatsächlich kann deren intensive emotionale Reaktion als eine Form des Engagements und des Bedürfnisses interpretiert werden, die Beziehung stärker zu pflegen. Und diese Energie kann wieder in die Partnerschaft investiert werden, vorausgesetzt, es herrscht eine Dynamik des aufmerksamen Zuhörens, des Verständnisses und der Verantwortung.

Therapeutische Ansätze

Die Bewältigung von Untreue erfordert einen Ansatz, der sowohl das individuelle Leid als auch die Dynamik der Paarbeziehung in den Mittelpunkt stellt. Paartherapien, insbesondere die integrative Verhaltenstherapie (Barraca & Polanski, 2021) und die emotionsfokussierte Therapie (Greenberg et al., 2010), haben sich als wirksam erwiesen. Sie ermöglichen es, emotionale Sicherheit wiederherzustellen, die Kommunikation zu verbessern und das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Kognitive und verhaltenstherapeutische Ansätze, eine therapeutische Begleitung des Vergebungsprozesses und achtsamkeitsbasierte Interventionen können diese Arbeit ergänzen, indem sie den Paaren helfen, Emotionen zu regulieren und bestimmte dysfunktionale Gedanken zu verändern (Raftar Aliabadi & Shareh, 2022). Therapeutische Hilfsmittel wie das Schreiben (eines „Tagebuchs für den Wiederaufbau“, von Briefen zum Austausch von Emotionen), das abwechselnde Verbalisieren von Emotionen und die Neuverteilung von Rollen (zum Beispiel ist die Person, die untreu war, dafür verantwortlich, die Fakten anzusprechen und sich regelmäßig nach den Bedürfnissen ihres Partners oder ihrer Partnerin in Bezug auf dieses Thema zu erkundigen) werden ebenfalls empfohlen.

Schließlich zeigen Forschungsergebnisse mehrere Faktoren auf, die nach einem Seitensprung zur Resilienz beitragen:

  • Die Förderung einer offenen Kommunikation zwischen den Partnern (Mitchell et al., 2022) und die Unterstützung bei der Konfliktlösung (Gravningen et al., 2017)
  • Die Reflexion zu Maßnahmen zur Wiederherstellung von Sicherheit und Vertrauen (Mitchell et al., 2022)
  • Die Unterstützung des Vergebungsprozesses, der für die Rettung der Beziehung von zentraler Bedeutung zu sein scheint (Greenberg et al., 2010; Mitchell et al., 2022)
  • Die Anpassung der therapeutischen Maßnahmen (Einzel-, Paar- oder Gruppeninterventionen…) (Ripoll-Núñez & Gordon, 2024)
  • Die Berücksichtigung der unterschiedlichen Erfahrungen der verletzten und der verletzenden Person, insbesondere hinsichtlich des Bedarfs an Bestätigung und Trost (Mitchell et al., 2022),
  • Die Einbeziehung der bereits vorher vorhandenen Beziehungsprobleme, da das Wohlbefinden in der Beziehung oft schon vor der Untreue nachgelassen hat (Stavrova et al., 2023)

Untreue stellt eine große Bewährungsprobe dar, sowohl für die Einzelperson als auch für das Paar. Sie stellt die Beziehung auf die Probe, bedeutet jedoch nicht zwangsläufig das Ende der Partnerschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse und klinische Erfahrungen zeigen übereinstimmend, dass eine Rettung der Beziehung möglich ist, vorausgesetzt, es besteht ein aufrichtiges Engagement für die Beziehung, die Fehler werden eingestanden und es wird intensiv an der Beziehung gearbeitet. Die von Esther Perel vorgeschlagene Perspektive lädt dazu ein, die rein destruktive Sichtweise auf Untreue zu überwinden. Ohne die Intensität einer durch Untreue entstandenen Beziehungskrise zu leugnen, weist sie darauf hin, dass Untreue in bestimmten Fällen zu einem Wendepunkt werden kann - hin zu einer bewussteren, authentischeren und lebendigeren Beziehung.

Dieser Artikel wurde von Louise PAITEL verfasst, einer Psychologin und Sexualwissenschaftlerin und Forscherin an der Universität Côte d'Azur in Nizza. Sie unterstützt LOVE AND VIBES bei der Redaktion mit ihrem wissenschaftlichen und wohlwollenden Ansatz der Sexualität.

Literaturangaben

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