So wirken Depressionen auf die Sexualität
Direkte Auswirkungen
- Verringerung der Libido: Eine Depression kann dazu führen, dass die Libido zurückgeht und intime Momente der Zweisamkeit weniger häufig und weniger leidenschaftlich stattfinden.
- Erektionsstörungen und sexuelle Funktionsstörungen beim Mann: Beim Mann kann sich eine Depression auf die Erektionsfähigkeit auswirken. Es kommt zu Erektionsstörungen, die sich auf die Leistung im Bett und die sexuelle Befriedigung auswirken.
- Erregungsstörung und Lubrikationsstörung bei der Frau: Bei der Frau kann eine Depression die Erregungsfähigkeit hemmen, was wiederum Auswirkungen auf die Lubrikation haben kann, sodass der Geschlechtsverkehr unangenehm oder sogar schmerzhaft sein kann.
- Kein Interesse an Sexualität: Abgesehen vom körperlichen Akt kann eine Depression auch den Wunsch nach emotionaler Bindung verringern, sodass zärtliche und innige Momente seltener werden.
Indirekte Auswirkungen
- Geringeres Selbstwertgefühl: Häufig leiden Betroffene unter einem geringen Selbstwertgefühl. Das macht es schwerer, sich begehrenswert zu fühlen und Momente der Zweisamkeit proaktiv zu initiieren.
- Soziale Isolation: Menschen, die unter Depressionen leiden, ziehen sich häufig zurück und gehen der Interaktion mit anderen Menschen aus dem Weg. Das gilt auch für Partnerin oder Partner. Diese soziale Isolation kann ein echtes Hindernis in der Beziehung darstellen.
- Erschwerte Kommunikation in der Partnerschaft: Eine Depression kann die Kommunikation in der Partnerschaft erschweren. Unverständnis von Seiten des Partners oder der Partnerin oder ein Mangel an Austausch und Dialog kann Frust und Missverständnisse hervorrufen und dadurch die Beziehung beeinträchtigen.
- Antidepressiva und die Libido: Einige Antidepressiva haben Nebenwirkungen, die die Libido beeinträchtigen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wenn dies bei Ihnen der Fall ist. Vielleicht gibt es für Sie eine Alternative.
Sex als Therapie
Sexspielzeug zum (Wieder)finden der Libido: Sextoys sind ein innovatives Hilfsmittel, um die Lust wiederzufinden, die vielleicht vergessen oder vernachlässigt wurde. Sie können dabei helfen, neue Facetten der Lust zu entdecken, sich wieder mit dem eigenen Körper zu befassen oder neue Formen der gemeinsamen Lust mit Partnerin oder Partner zu finden. In einem therapeutischen Kontext können Sextoys außerdem verwendet werden, um Blockaden oder Traumata aufzuarbeiten.
Tipps für ein gesundes Sexleben
Offen kommunizieren: Es ist wichtig, mit Partnerin oder Partner ganz offen über Gefühle, Ängste und Wünsche zu sprechen. Das ist nicht nur eine gute Gelegenheit, die eigenen Bedürfnisse und Sorgen anzusprechen, sondern auch eine Situation zu schaffen, in der die andere Person reagieren und antworten kann. Eine offene und ehrliche Kommunikation über die Krankheit und die Auswirkungen der Depression auf die Libido ist der erste Schritt, um Lösungen und einen Kompromiss für die Partnerschaft zu finden.