Der Valentinstag ist für viele ein Tag für Blumensträuße, Pralinenschachteln oder romantische Restaurantbesuche. Wie wäre es, wenn Sie diesen besonderen Tag in diesem Jahr zum Anlass nehmen würden, um Lust und Leidenschaft in den Fokus zu rücken?
Jedes Jahr, wenn der 14. Februar naht, verspüren viele einen gewissen Druck. Natürlich wäre es schön, zum Valentinstag verliebt oder in einer Beziehung zu sein, einen romantischen Abend zu erleben oder “richtigen” Sex zu haben. Wer sich von diesem Stress befreien möchte, kann den 14. Februar aber auch zum Anlass nehmen, sich selbst und als Paar wiederzufinden und Lust und Leidenschaft in den Vordergrund zu stellen - ohne Leistungsdruck und vorgegebenes Drehbuch.
Liebe, Verlangen und Routine
Liebe und Verlangen werden oft miteinander verwechselt. Liebe gibt Sicherheit, baut sich auf und ist von Dauer. Verlangen ist unbeständiger, manchmal unvorhersehbar, manchmal abwesend, manchmal überbordend. Das ist ganz normal.
In langen Beziehungen verschwindet das Verlangen nicht unbedingt ... es verändert sich. Es wird weniger spontan, weniger offensichtlich und spielt sich manchmal eher auf der mentalen als auf der körperlichen Ebene ab. Der Valentinstag ist daher ein guter Tag, um sich selbst eine ehrliche Frage zu stellen: Was macht mir im Moment Spaß? / Was macht uns beiden Spaß?
Nicht, um irgendetwas zu „retten”, sondern um wieder ein wenig Bewusstsein dafür zu schaffen, wo die Routine Einzug gehalten hat.
Sich als Paar wiederfinden
Der Valentinstag ist kein Pflichtprogramm für Paare. Weder Geschlechtsverkehr noch großspurige Liebeserklärungen oder ein gemeinsamer Orgasmus sind Pflicht.
Um sich als Paar wiederzufinden genügt es schon:
- mal wieder in Ruhe miteinander zu sprechen
- Zärtlichkeiten auszutauschen, ohne dabei Sex als Ziel vor Augen zu haben
- über gemeinsame Fantasien nachzudenken, auch wenn diese nicht in die Tat umgesetzt werden
- oder sich einzugestehen, dass man nicht mehr auf einer Wellenlänge ist … und das ist auch in Ordnung
Intimität lässt sich nicht auf Sex als einzigen Akt reduzieren. Sie entsteht auch durch Gespräche, Zuhören und Neugier aufeinander.
Und was machen alle, die am Valentinstag alleine sind?
Der Valentinstag kann auch ein Fest der Selbstliebe sein. Und das muss überhaupt keine traurige Angelegenheit werden.
Sich Zeit für sich selbst, für seinen Körper und für seine Empfindungen zu nehmen, ist eine gute Möglichkeit, das eigene Verlangen und die eigene Lust zu feiern. Herauszufinden, was einem gut tut, was einen erregt, was einen beruhigt oder besänftigt, ist eine solide Grundlage für ein erfülltes Sexleben ... auch wenn man in einer Beziehung ist.
Sich selbst Lust zu bereiten, bedeutet auch, sich klarzumachen, dass Sexualität keine Leistung ist, die man für jemand anderen erbringt, sondern eine ganz individuelle Angelegenheit.
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Den Valentinstag ganz bewusst feiern
Anstatt den Valentinstag über sich ergehen zu lassen, kann man ihn einfach neu erfinden und nach den eigenen Vorstellungen gestalten. Nicht als „perfekten Abend“, sondern als einen ehrlichen Moment - ohne Vergleiche, ohne Verpflichtungen und ohne Vorbilder.
Ob Sie nun in einer Beziehung sind oder Single, in einer ganz neuen Beziehung oder seit Jahren liiert – dieser Tag kann für Sie eine wunderbare Gelegenheit sein, sich über Ihre Wünsche, Ihre Grenzen und Ihre momentanen Sehnsüchte klar zu werden.
Wäre es nicht schön, sich von dem Druck freimachen zu können, den Valentinstag perfekt gestalten zu wollen und ihn einfach so zu begehen, wie es Ihnen gefällt?
Der Valentinstag ist weder eine Verpflichtung noch eine Prüfung, die man bestehen muss. Er ist eigentlich nur ein symbolisches Datum, das jeder auf seine Weise gestalten kann ... oder auch einfach ignorieren kann. Wichtig ist nicht, einem idealisierten Bild von Liebe oder Partnerschaft zu entsprechen, sondern auf seine tatsächlichen Wünsche zu hören, egal ob sie sich auf jemand anders oder auf sich selbst beziehen.
Über Verlangen zu sprechen, zu akzeptieren, dass es sich verändert, schwankt oder zurückgeht, zeugt von Reife und Wohlwollen gegenüber dem eigenen Liebesleben. Und wenn dieser Tag einfach nur Anlass gibt, ein Gespräch anzustoßen, Druck abzubauen oder sich wieder auf das zu besinnen, was einem gut tut, dann hat er bereits seinen Zweck erfüllt.
Denn tatsächlich braucht unser Verlangen kein bestimmtes Datum, um zu existieren ... aber es ist toll, wenn man ihm einfach Raum gibt, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt.