Sextoys-Verbot – In diesen Ländern sind Sexspielzeuge nicht erlaubt

Veröffentlicht am 15. August 2019 von Stan

Glaubten Sie auch, dass Sie überall auf der Welt Sexspielzeuge kaufen können? Dem ist nicht so. Es gibt zahlreiche Länder, in denen Erotikartikel und Sextoys verboten sind. In einigen Ländern geht es sogar so weit, dass Sie der Besitz eines Sexspielzeugs ins Gefängnis bringen kann. Wenn Sie also selber eine große Sextoy-Sammlung besitzen und das ein oder andere Sexspielzeug auch gerne auf Reisen mitnehmen, dann sollten Sie sich vorher erkundigen, ob Sie in dem Land Ihrer Wahl ein Sextoy besitzen dürfen. Wir haben uns für Sie einmal umgehört und Ihnen eine Liste von Ländern zusammengestellt, in denen Sie mit Problemen rechnen können. 

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Erimate

In diesen Ländern sind viele Dinge verboten, die in unseren Breiten erlaubt sind. Darunter zählen zum Beispiel der Konsum von Alkohol, Sex vor der Ehe, Pornographie oder Feste wie der Valentinstag. In beiden Ländern wird die Charia befolgt, die diese Verbote vorgibt. Natürlich sind auch Sexspielzeuge in diesen Ländern nicht erlaubt. Wenn ein Zollbeamter bei einer Grenzkontrolle in Ihrer Tasche Ihren Lieblingsvibrator findet, dann würde dieser sofort konfisziert. Aber vielleicht gibt es Hoffnung für die Sextoy-Liebhaber in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten: 2015 hat ein Unternehmer den ersten Hallal-Sexshop gegründet!

Thailand

Thailand verbindet man häufig mit weißen Sandstränden, Full-Moon-Parties, Touristen und Parties. Sexspielzeuge sind dabei aber nicht erlaubt. Gleiches gilt für Pornomagazine. Angeblich haben schon zahlreiche Personen diese Verbote missachtet, ohne dass sie dadurch zu Schaden gekommen sind. Natürlich raten wir Ihnen aber ab, Ihre komplette Sextoy-Sammlung mit in Ihren Urlaub in Thailand zu nehmen. Dafür ist das Risiko zu groß. Sie könnten aber versuchen, sich vor Ort ganz diskret ein neues Sextoy zu kaufen. Vielleicht finden Sie für wenig Geld einen Umschnaller oder einen Vibrator. Für die Qualität des Sexspielzeugs übernehmen wir aber keine Garantie. 

Malaysia

Im Vergleich zu einem westeuropäischen Land hat Malaysia sehr viel strengere Gesetze, das gilt auch für den Kauf und den Besitz von Erotikartikeln und Sexspielzeugen. Beides ist verboten. Viel schlimmer fallen die Strafen aus, wenn Ihr Sextoy einer Waffe ähnelt. Dann kommen Sie direkt ins Gefängnis. Denn Malaysia ist bekannt für die strengen Strafen für den Besitz von Waffenimitationen und Spielzeugwaffen. Falls Sie also für Ihre Reise nach Malaysia einen Dildo, einen Plug oder einen Vibrator einstecken, dann achten Sie darauf, dass keinerlei Ähnlichkeit mit einer Waffe besteht. 

Die Malediven

Die Malediven sind ein Urlaubsparadies für Touristen. Nur Ihr Sextoy dürfen Sie nicht mitnehmen. Die Vorschriften, nach denen die Grenzbeamten arbeiten, sind klar. Demnach darf kein pornografisches Material, also Sextoys, Bücher, Magazine, Filme, DVDs, CDs und Programme eingeführt werden. Als Tourist, der mit seinem Dildo oder Rabbit-Vibrator verreist, dürfen Sie mit einer abgemilderten Strafe rechnen. Ihr Sexspielzeug wird bei der Kontrolle nur konfisziert. Aber für die Einwohner sieht es etwas anders aus. Auf den Besitz eines Sextoys stehen die öffentliche Demütigung mit Peitschenhieben sowie eine Gefängnisstrafe. Die Einwohner der Malediven bekommen also eine doppelte Strafe. Das sollten Sie im Hintergrund behalten, wenn Sie bei Ihrem Urlaub mit Sextoy auf den Malediven erwischt werden.

Alabama

Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es Staaten, in denen Sexspielzeuge verboten sind. Natürlich gilt das Sextoy-Verbot nicht für alle Staaten. Sie riskieren nicht die Todesstrafe, wenn man Sie auf der Straße mit einem Sexspielzeug in der Tasche erwischt. Die Amerikaner sind nicht so streng, wie andere Länder, was den Besitz und den Kauf von Sextoys angeht. Aber seien Sie trotzdem diskret, wenn Sie in Alabama mit einem Dildo unterwegs sind. 

Texas 

Wir bleiben noch etwas in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie wissen sicherlich aus einschlägigen Filmen, wie einfach es ist, sich in verschiedenen amerikanischen Staaten eine Waffe zu besorgen. Ganz anders sieht es da mit Sexspielzeugen aus. In Texas zum Beispiel dürfen Sie zwar Sextoys besitzen, aber die Anzahl ist streng limitiert. Sie dürfen Sexspielzeuge für Frauen oder Männer zuhause haben, die Gesamtzahl der Sextoys darf jedoch 6 nicht überschreiten. 

2015 wurde in Texas ein Gesetz verabschiedet, nach dem es erlaubt ist, in der Öffentlichkeit eine geladene Waffe zu tragen. Für Sexspielzeuge sehen die Vorschriften aber ganz anders aus. Dem Strafgesetzbuch in Texas zufolge gilt ein Dildo als obszönes Objekt, das nicht in der Öffentlichkeit getragen werden darf. Wird dieses Gesetz nicht eingehalten, drohen Ihnen Strafzahlungen in Höhe von 500 Dollar. Eine Studentin, die in Texas an der Universität Musik studierte, zeigte auf eine originelle Art und Weise, dass das Waffengesetz im Vergleich zu dem Dildogesetz etwas widersprüchlich wirkt. Sie organisierte auf ihrem Campus eine Gegenbewegung. Dazu gründete sie eine Facebook-Gruppe, in der sich mehrere Mitglieder organisierten und beschlossen, mit einem sichtbar an Tasche oder Rucksack befestigten Dildo auf den Campus der Universität zu kommen. Texas ist übrigens nicht das einzige Land, in dem solche Gesetze gelten. In sieben anderen amerikanischen Staaten gibt es ähnliche Gesetze, zum Beispiel in Idaho, Mississipi, Oregon oder Kansas.